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04.11.2016 10:24 Alter: 4 yrs
Kategorie: Aktuelles

Netzwerktag „Integration durch Sport“


- Kommunales Integrationszentrum und Kreissportbund boten Raum zum Austausch über die Integrationsarbeit von Sportvereinen

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Paderborn hat gemeinsam mit dem Kreissportbund (KSB) zum dritten Mal zum Netzwerktag „Integration durch Sport“ eingeladen. Unter dem Titel „Best Practice zum Nachmachen“ stellten verschiedene Vereine vor 70 Besucherinnen und Besuchern im Berufskolleg Schloss Neuhaus ihre Integrationsarbeit vor.

Dr. Oliver Vorndran, Leiter des Bildungs- und Integrationszentrums Kreis Paderborn, begrüßte die Besucherinnen und Besucher. „Die Aufgabe des Kommunalen Integrationszentrums ist neben der durchgängigen Sprachbildung die Interkulturelle Öffnung. Welches Instrument könnte sich da besser eignen als der Sport?“, sagte Vorndran. Uwe Stork, Vizepräsident des Kreissportbundes, unterstützte Vorndrans Aussage: „Sport spricht seine ganz eigene Sprache und bietet ideale Bedingungen zur Begegnung und zum gegenseitigen Austausch von Menschen unterschiedlicher Kulturen.“

Die Idee hinter dem alljährlichen Netzwerktag ist der gemeinsame Austausch von Mitgliedern aus Sportvereinen, Migrantenselbstorganisationen und Flüchtlingsinitiativen. Nicht jeder muss eine neue Idee haben. Viele Projekte können weitergedacht werden. „Am besten ist es, wenn man einfach seinem Hobby nachgeht und es für Geflüchtete öffnet“, sagt Bernhard Hoppe-Biermeyer. Wie gut das funktioniert hat der Vorsitzende des Stadtsportverbands Delbrück mit dem Film „Sport braucht Farben“ dokumentiert. Der Film zeigt Menschen aus verschiedenen Nationalitäten und Kulturen beim gemeinsamen Sport. Aus eigener Erfahrung weiß Hoppe-Biermeyer, dass über den Sport geschlossene<s>n</s> Freundschaften oft ein Leben lang halten. Als Student verbrachte er anderthalb Jahre in den USA. „Noch heute habe ich Kontakt zu den Leuten, mit denen ich damals gelaufen bin“, sagte der Delbrücker.

Nadine Lütkemeier aus Schwaney hat als Jugendwartin im Reit- und Fahrverein Schwaney ähnliche Erfahrungen gemacht. Gemeinsam mit Christin Johlen betreut sie seit August zwölf einheimische und geflüchtete Kinder und bringt ihnen das Reiten bei. „Mittlerweile kommen die Kinder nicht mehr nur zum Reiten. Sie haben begonnen, Freundschaften zu knüpfen.“ sagte Lütkemeier. Gefördert wird das Projekt über das Landesprogramm „KOMM-AN NRW“. Aktuell läuft die Antragsphase für das Projektjahr 2017. Informationen und Anträge gibt es bei Jennifer Georges unter der Telefonnummer 05251 308-4613.

Auch Profitänzer Erich Klann bringt seine Stärken in die Arbeit mit Geflüchteten ein. Der „Let´s Dance“-Gewinner bot zusammen mit der Gemeinde Borchen im Frühjahr einen Tanzkurs für 26 Einheimische und Geflüchtete an. „Man braucht so wenig für einen Tanzkurs und erreicht so viel damit.“ Im Borchener Bürgerhaus zeigte der Tanztrainer und Turniertänzer den Hobbytänzern die Schritte für Discofox und Walzer. Das Tanzen eigne sich besonders, um Fremde kennenzulernen. „Man muss auf die Bewegungen des Anderen achten und vor ihm Respekt haben“, sagte Klann.

Nach den Vorträgen tauschten sich die Besucherinnen und Besucher weiter untereinander aus. Zusatzinformationen zu Themen wie Vereinsförderung und Aus- und Fortbildungen im Bereich Integration lieferten Stellwände.